23. April 2010 - 30. Mai 2010
eine Gaunerkomödie von Peter Wekwerth
Erstens kommt es anders und zweitens als man denkt.
Diese erkenntnisreiche Zeile eines bekannten Schlagers
wird zum Lebensmotto von
Charmebolzen Max Büsing.
Der alte Heiratsschwindler hat sich
bei der Eisenbahnerwitwe Hilde zur Ruhe gesetzt,
lässt sich die Suppe kochen und erwartet soweit
erst einmal nichts mehr vom Leben.
Doch eines Tages, innerhalb weniger Stunden,
gerät seine kleine Welt ganz schön ins Wanken.
Es erscheint ein Fräulein Lissy,
das sich als seine Tochter ausgibt,
zudem erbt er ein Akt-Gemälde von einer Dame,
die er einst hat sitzen lassen,
der Neffe der verstorbenen Geprellten setzt alles daran
in den Besitz des Gemäldes zu kommen und
Untermieter Clemens, ein schüchternes Kerlchen,
avanciert über Nacht zum neuen Frauenheld.
Nun reicht's!
Max erwacht aus seiner Lethargie und
wittert hinter jedem einen Gauner.
Doch so leicht werden sie ihn nicht kriegen!
Er, der Schimanski für Arme, wird die Zusammenhänge erkennen, dem intriganten Spiel die Stirn bieten und
den Spieß umdrehen! Schließlich hat er jahrelang einsame Witwen und die Polizei
an der Nase herumgeführt.
Undenkbar, dass er jetzt den Weicheiern
der modernen Kriminalität aufsitzen soll.
Und so zäumt Max mit napoleonischer Raffinesse
das Pferd von hinten auf, jedoch ohne zu prüfen,
ob dieser Gaul nicht auch ein trojanisches Pferd sein könnte.